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Feb 02, 2005 at 07:24 PM |
Begriffsbestimmung
Hier geht es um Ahnenforschung, d.h. Sie suchen ausgehend von einer bestimmten Person alle direkten Vorfahren. Nicht zu verwechseln, mit der Familienforschung, bei der es um alle Nachkommen einer bestimmten Person geht. Natürlich können Sie auch nach Nebenlinien und Geschwistern der direkten Vorfahren forschen, dies wird von vielen Ahnenforschern so gemacht, und ist teilweise auch sehr nützlich beim Abgleich mit anderen Ahnentafeln, steht aber hier an zweiter Stelle.
Die erste Person in einer Ahnentafel ist meist der Forscher selbst, oder dessen Kinder. Beginnen Sie nun alles über diese Person niederzuschreiben. Die Eltern und Großeltern dieser ersten Person sollten ebenfalls kein Problem darstellen. Reden Sie mit allen noch lebenden Verwandten, ob sie weitere Informationen besitzen, so kann Ihnen Ihre Großmutter sicher die Namen ihrer Eltern und Großeltern nennen.
Machen Sie nicht bei den Großeltern halt! Ihre Cousine, Ihr Großonkel usw. haben zum Teil die gleichen Vorfahren wie Sie! Versuchen Sie, sich alle Urkunden zu kopieren, die sie bekommen: Geburts-, Tauf-, Sterbe-, Heiratsurkunden. Fragen Sie nach Familienstammbüchern. In der Zeit vor und während des zweiten Weltkrieges mußten Schüler Ahnenblätter zu einer Sippschaftstafel ausfüllen, um ihre "arische Abstammung" zu beweisen. Heute sind diese Blätter, sofern sie noch vorhanden sind, eine große Informationsquelle für Ahnenforscher. Viele ältere Leute haben diese noch, fragen Sie danach!
Was eigentlich aufschreiben?
Sicher erst einmal den kompletten Namen jeder Person, d.h. alle Vornamen, wobei der Rufname hervorgehoben (z.B. unterstrichen) wird, und der Familien- und der Geburtsname. Der Rufname muß nicht immer der erste Vorname sein! Desweiteren sind wichtig das genaue Geburtsdatum, der Geburtsort, evtl. das Datum der Taufe sowie die Konfession, der erlernet und/oder ausgeübte Beruf, Das Datum und der Ort der Heirat, das genaue Todesdatum, der Sterbeort und evtl der Grund des Todes. Oft werden sogar Uhrzeiten mit angegeben. Gewöhnen Sie sich einfach an, alles zu notieren, was sie finden! Es wird umso interessanter, je weiter man zurück kommt.
Ordnung muß sein.
Beginnen Sie von Anfang an, die Daten systematisch zu sortieren! Hierzu empfiehlt sich die allgemein übliche Nummererierung von Ahnentafeln: Die Ausgangsperson erhält, wie soll es anders sein, die Nummer [1]. Und dies ist auch schon der erste (aber einzige) Sonderfall, denn jede Nummer steht für eine Person. Hat die Ausgangsperson noch Geschwister, steht die [1] auch für diese! Jede männliche Person erhält immer eine gerade Zahl, jede weibliche Person eine ungerade. Jedes Ehepaar hat zwei nebeneinanderliegende Zahlen, wobei die Ehefrau immer die Zahl des Ehemannes plus eins erhält. Die Verbindung zwischen den Generationen gestaltet sich so: Der Vater einer Person hat immer die doppelte Zahl seines Nachkommens (hier z.B. [2]) Die Mutter hat immer die Zahl des Vaters plus 1 (hier also [3]). Rückwärts läßt sich dies genauso zerlegen. Ein Nachkomme hat immer die Zahl des Vaters geteilt durch zwei. Durch dieses Sytem kann anhand der Zahl einer Person die genaue Position innerhalb der Ahnentafel errechnet werden.

Wie geht's weiter?
Wenn Sie in Ihrer Verwandtschaft nicht mehr weiter kommen ist es an der Zeit, andere Stellen einzuschalten. Hier sind zum einen Standesämter gemeint. Seit 1876 werden dort Daten wie Geburten, Hochzeiten und Sterbefälle archiviert. Für Nachfragen, die weiter zurückgehen sind die Kirchenämter ein Ansprechpartner. Mit den Informationen aus den Kirchenbüchern werden Sie vorerst am weitesten kommen. Wie sie hier am erfolgreichsten sind erfahren sie im Artikel Anfrage an Kirchenämter.
© 1999 m.k. |
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Last Updated ( Feb 02, 2005 at 09:06 PM )
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